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Rekordjahr für die Christoffel-Blindenmission

Jahresbericht 2015: Mehr Spenden erhalten, mehr Menschen geholfen.

Rund 38,9 Millionen Menschen konnte die Christoffel-Blindenmission (CBM) im Jahr 2015 umfassend helfen. Das sind sechs Millionen mehr als im Vorjahr (32,5 Millionen) und so viele wie noch nie. Der neue Rekord ist vor allem auf die Verteilung von Medikamenten gegen die Augenkrankheiten Flussblindheit und Trachom zurückzuführen: zwei tückische Krankheiten, die unbehandelt zu Blindheit führen und durch Tabletteneinnahme oder Augensalbe verhindert werden können. Mit relativ einfachen Mitteln bei gleichzeitig großer Reichweite kann so das Leben vieler Menschen zum Besseren gewendet werden. Um die Gesundheitssysteme in den Projektländern langfristig zu stärken hat die CBM zudem mehr medizinisches Fachpersonal vor Ort aus- und fortgebildet.

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CBM-Geschäftsführer Dr. Rainer Brockhaus: „Gerade in den ärmsten Ländern der Welt sind Menschen mit Behinderungen oft ausgegrenzt und leiden mehr als andere unter schlechten Lebensbedingungen. Ihnen zu helfen ist und bleibt unser Ziel, für das wir uns konsequent einsetzen. Dabei haben wir uns im vergangenen Jahr weiter auf die Projekte konzentriert, die möglichst viele Menschen erreichen und bei denen die Spendengelder optimal eingesetzt werden.“

Gestiegene Einnahmen aus Spenden und Erbschaften
Positiv entwickelt haben sich auch die Einnahmen der Entwicklungshilfeorganisation mit Sitz im südhessischen Bensheim: Im Jahr 2015 stiegen die Erträge auf 67,8 Millionen Euro, ein Plus von
400.000 Euro gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich für dieses Wachstum sind vor allem die Einnahmen aus Spenden und Erbschaften.
„Wir sind sehr dankbar, dass wir auf treue Spenderinnen und Spender bauen können, die die Arbeit der CBM erst möglich machen“, betonte Brockhaus bei der Vorstellung des Jahresberichts. „Um auch langfristig erfolgreich zu sein, müssen wir jedoch neue, zusätzliche Spendergruppen gewinnen.“ Die dafür notwendigen Investitionen führten im Jahr 2015 zu einem Anstieg des Werbeaufwands und einem leichten Rückgang der Projektausgaben. Für das laufende Jahr plant die CBM die Ausgaben für die Projektarbeit wieder zu steigern.

Mit der Kampagne „Setz ein Zeichen!“ politisch erfolgreich
Die CBM hat sich 2015 auch auf politischer Ebene erfolgreich für mehr Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt. Herzstück dieses Engagements war die Kampagne „Setz ein Zeichen!“. Sie rief den deutschen Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller dazu auf, sich für die Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen in den neuen globalen Entwicklungszielen einzusetzen. Mehr als 36.500 Menschen in Deutschland unterstützten diese Aktion mit ihrer Unterschrift. Mit Erfolg: Die im September von den Vereinten Nationen verabschiedeten Entwicklungsziele nehmen explizit Bezug auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen. In den kommenden Jahren wird die CBM die Umsetzung dieser Ziele kritisch begleiten, damit sich das Leben der 800 Millionen Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern auch wirklich verbessert.

28.07.2016

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